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SCHAUSPIEL

"Acting touches nerves you have absolutely no control over."
Alan Rickman
Actor
Die Filmfamilie aus "punk´s dead" (2010, v.l.n.r.): Katrin, Christoph, Lea, Luzia und Vincent.

Wie aus einem Namen im Drehbuch  ein Charakter im Film wird

Die Leistung, die die Schauspieler vor der Kamera erbringen ist unmittelbar und sehr leicht zu erkennen. Jedoch beginnt die Arbeit der Schauspieler schon weitaus früher.

Auch wenn wir schon mit professionellen Schauspielern gedreht haben, übernehmen wir meistens die Rollen in unseren Filmen selbst. Um die Rollen zu verteilen gab es in der Vergangenheit verschiedene Vorgehensweisen. Anfangs war schon beim Drehbuchschreiben klar, wer welche Rolle spielen wird. Später suchten sich die Schauspieler die Rollen selbst aus, nachdem sie das Drehbuch gelesen hatten. Mittlerweile sprechen wir in großer Runde darüber, zu wem welche Rolle passen würde, die letzte Entscheidung liegt dann bei den Schauspielern selbst.

Ist das Drehbuch fertig, so werden also erstmal die Rollen verteilt. Manche von uns haben sich auf die Schauspielerei spezialisiert, manche übernehmen zusätzlich noch andere Aufgaben beim Film. Die kleinen Rollen werden meistens von denen übernommen, die sich zwar auf andere Bereiche spezialisiert haben, aber dennoch Spaß am Schauspiel haben.

Die Schauspieler der großen Rollen setzen sich mit diesen intensiv auseinander. Sehr hilfreich hierfür sind die Vorüberlegungen und Hintergrundinformationen vom Drehbuchteam, die nicht im Drehbuch auftauchen. Wir erarbeiten Fragebögen, die herausstellen, wo sich Rolle und Darsteller ähneln oder worin sie sich unterscheiden.

Wozu ist das allerdings gut, wenn es doch gar nicht im Film vorkommt? Schauspiel heißt nicht nur, den richtigen Text zur richtigen Zeit zu sagen und das zu tun was im Drehbuch steht. Kommunikation findet zu 80% nonverbal (also durch Gestik, Mimik, Körperhaltung Lautstärke, Stimmlage etc.) statt. Diese Dinge stehen kaum im Drehbuch, die Schauspieler agieren hier oft instinktiv. Dazu müssen sie wissen, warum die Rolle in dieser Situation so handelt wie sie es tut.

Haben die Rollen zusätzlich besondere Eigenschaften oder Fähigkeiten, so setzen sich die Darsteller im Vorfeld damit auseinander, um im Film authentisch zu sein. So z. B. Nachforschungen zum Asperger-Syndrom oder die Übung im Bogenschießen.

Die Schauspieler treffen sich an einem Vorbereitungswochenende vor dem eigentlichen Filmdreh. Hier spielen sie Schlüsselszenen durch, erarbeiten für sie noch schwierige Szenen und klären Fragen zum Charakter und der Motivation der Rolle. Außerdem wird die Dynamik zwischen den Rollen erarbeitet und in wie weit dies das Handeln und die nonverbale Kommunikation beeinflusst.

"Acting touches nerves you have absolutely no control over."
Alan Rickman
Actor
Die Filmfamilie aus "punk´s dead" (2010, v.l.n.r.): Katrin, Christoph, Lea, Luzia und Vincent.

Wie aus einem Namen im Drehbuch  ein Charakter im Film wird

Die Leistung, die die Schauspieler vor der Kamera erbringen ist unmittelbar und sehr leicht zu erkennen. Jedoch beginnt die Arbeit der Schauspieler schon weitaus früher. Auch wenn wir schon mit professionellen Schauspielern gedreht haben, übernehmen wir meistens die Rollen in unseren Filmen selbst. Um die Rollen zu verteilen gab es in der Vergangenheit verschiedene Vorgehensweisen. Anfangs war schon beim Drehbuchschreiben klar, wer welche Rolle spielen wird. Später suchten sich die Schauspieler die Rollen selbst aus, nachdem sie das Drehbuch gelesen hatten. Mittlerweile sprechen wir in großer Runde darüber, zu wem welche Rolle passen würde, die letzte Entscheidung liegt dann bei den Schauspielern selbst.

Ist das Drehbuch fertig, so werden also erstmal die Rollen verteilt. Manche von uns haben sich auf die Schauspielerei spezialisiert, manche übernehmen zusätzlich noch andere Aufgaben beim Film. Die kleinen Rollen werden meistens von denen übernommen, die sich zwar auf andere Bereiche spezialisiert haben, aber dennoch Spaß am Schauspiel haben. Die Schauspieler der großen Rollen setzen sich mit diesen intensiv auseinander. Sehr hilfreich hierfür sind die Vorüberlegungen und Hintergrundinformationen vom Drehbuchteam, die nicht im Drehbuch auftauchen. Wir erarbeiten Fragebögen, die herausstellen, wo sich Rolle und Darsteller ähneln oder worin sie sich unterscheiden.

Wozu ist das allerdings gut, wenn es doch gar nicht im Film vorkommt? Schauspiel heißt nicht nur, den richtigen Text zur richtigen Zeit zu sagen und das zu tun was im Drehbuch steht. Kommunikation findet zu 80% nonverbal (also durch Gestik, Mimik, Körperhaltung Lautstärke, Stimmlage etc.) statt. Diese Dinge stehen kaum im Drehbuch, die Schauspieler agieren hier oft instinktiv. Dazu müssen sie wissen, warum die Rolle in dieser Situation so handelt wie sie es tut. Haben die Rollen zusätzlich besondere Eigenschaften oder Fähigkeiten, so setzen sich die Darsteller im Vorfeld damit auseinander, um im Film authentisch zu sein. So z. B. Nachforschungen zum Asperger-Syndrom oder die Übung im Bogenschießen.

Die Schauspieler treffen sich an einem Vorbereitungswochenende vor dem eigentlichen Filmdreh. Hier spielen sie Schlüsselszenen durch, erarbeiten für sie noch schwierige Szenen und klären Fragen zum Charakter und der Motivation der Rolle. Außerdem wird die Dynamik zwischen den Rollen erarbeitet und in wie weit dies das Handeln und die nonverbale Kommunikation beeinflusst.